Neue EC2-Instanzen und AWS Outpost AWS re:Invent 2018 - Teil 7

Mit AWS Outpost macht AWS Azure Stacks Konkurrenz.

Im Fokus der Re:invent stand zwar in erster Linie der Ausbau des Portfolios im Bereich hochspezialisierter ML-/KI-Dienste sowie das IoT-Angebot von AWS, nichtsdestotrotz baut AWS auch sein klassisches Angebotsspektrum im Bereich Compute und virtuelle Maschinen (EC2) stetig weiter aus. Dazu gehört auch, dass AWS mit Outpost nun auch eine durchdachte Alternative zu Azure Stacks hat.

Mit A1, P3dn und C5n stellt AWS drei neue EC2-Instanztypen bereit. Zudem skaliert der neue latenzoptimierte Elastic Fabric Adapter eng gekoppelte Hochleistungsrechneranwendungen über Zehntausende von Kernen hinweg. Ferner verbessert AWS Global Accelerator die Verfügbarkeit und Leistung von geografisch verteilten Anwendungen durch intelligentes Routing des Internetverkehrs.

AWS Outpost

Bei AWS Outposts handelt es sich um eine vollständig verwaltete und konfigurierbare Rechen- und Speicher-Infrastruktur, die auf von AWS entwickelter Hardware basiert und in Form von Racks von AWS zum Kunden geliefert und auf Wunsch aufgestellt, in Betrieb genommen und gewartet wird. Der Dienst ist vergleichbar mit Microsoft Azure Stacks. Ungewöhnlich ist, dass AWS hier ausnahmsweise nicht den Vorreiter machte. Dies hat aber Gründe, die primär in der Cloud-Philosophie von AWS liegen. Zudem ist AWS Outpost komplexer und auf den ersten Block durchdachter und besser integriert.

AWS Outposts gibt es in zwei Varianten: Kunden, die die gleiche VMware Verwaltungsoberfläche wie im eigenen Rechenzentrum nutzen wollen, können mit AWS Outposts VMware auf AWS im eigenen RZ einsetzen. Kunden, die die gleichen APIs und Kontrollmöglichkeiten wie auf AWS, aber in ihren eigenen Räumlichkeiten nutzen wollen, können dagegen die native Version von AWS Outposts einsetzen.

AWS Outposts werden eine Erweiterung des Kunden-VPCs in der nächstgelegenen Region sein und dadurch eine nahtlose Verbindung zwischen ihren AWS Outposts und ihren restlichen Applikationen auf AWS sowie anderen AWS-Services ermöglichen.

Neue EC2-Instanzen 

Wie oben erwähnt hat AWS auf der re:invent auch drei neue Amazon EC2 Instanzen sowie zwei Netzwerkerweiterungen angekündigt. Die neuen A1-Instanzen basieren erstmals auf speziellen AWS Graviton-Prozessoren, die auf der ARM-Architektur aufbauen. Die Kosten für Scale-Out-Workloads wie Microservices und Webserver lassen sich dabei um bis zu 45 Prozent senken.

Die neuen P3- und C5-Instanzen bieten mit 100 Gbit/s Netzwerkbandbreite einen höheren Durchsatz für Scale-Out, verteilte Workloads wie Machine Learning und High Performance Computing. Die neuen P3dn GPU-Instanzen sind ideal für verteiltes maschinelles Lernen und Hochleistungsrechneranwendungen und ermöglichen das Scale-Out von verteilten Workloads wie High Performance Computing (HPC), Machine Learning Training und Datenanalyse. Details zu den P3dn GPU-Instanzen finden sich in unsere, Beitrag zu den neuen Machine-Learning-Features von AWS.

Außerdem kündigte AWS auf der re:invent die Verfügbarkeit von zwei neuen Netzwerkangeboten an. Der Elastic Fabric Adapter (EFA) ist ein Netzwerkadapter mit niedriger Latenzzeit für Amazon EC2-Instanzen, der die Leistung von lokalen HPC-Clustern mit der Elastizität und Skalierbarkeit von AWS kombiniert.

Der AWS Global Accelerator hingegen ist ein vollständig verwalteter Service, der die globalen Backbone- und Edge-Standorte von AWS nutzt, um die Verfügbarkeit und Leistung von Anwendungen zu verbessern, die in einer oder mehreren AWS-Regionen laufen.

AWS Global Accelerator ist ein Service, der die globalen Backbone- und Edge-Standorte von AWS nutzt, um die Verfügbarkeit und Leistung von Anwendungen zu verbessern.

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